6. Forum Farbe 2013

10.-11.10.2013, Ober-Ramstadt

Das Neue Forum Baumanagement (NFB) feierte am 10. Oktober bei seinem Premium-Fördermitglied Caparol in Ober-Ramstadt sein 25-jähriges Jubiläum.
 

NFB feiert Jubiläum!

25 Jahre Impressionen in Farbe

Das Neue Forum Baumanagement (NFB) feierte am 10. Oktober bei seinem Premium-Fördermitglied Caparol in Ober-Ramstadt sein 25-jähriges Jubiläum.
Das Neue Forum Baumanagement (NFB) feierte am 10. Oktober bei seinem Premium-Fördermitglied Caparol in Ober-Ramstadt sein 25-jähriges Jubiläum.

Mit seinen mittlerweile rund 40 Fachbetrieben, die zusammen über 3500 Beschäftigte innerhalb des Deutschen Malerhandwerks repräsentieren, hat sich das Neue Forum Baumanagement (NFB) das Ziel gesetzt, „gemeinsam mit seinen Partnern am Bau innovative Planungs- und Ausführungslösungen rund um Farbe, Bodenbelag, Putz, Stuck und Dämmung zu diskutieren und zukunftsweisende Trends zu erörtern“, sagte NFB-Vorstandsvorsitzender Tom Nietiedt beim „Forum Farbe“ am 10. Oktober in Ober-Ramstadt. Die Jubiläums-Veranstaltung des NFB zum 25-jährigen Bestehen beim Premium-Fördermitglied Caparol unterstrich diese Intention. „Es war eine große Aufgabe, dieses Netzwerk in all den Jahren zu etablieren und aufrechtzuerhalten“, gratulierte Caparol-Firmeninhaber Dr. Ralf Murjahn: „Schön, dass Sie zum 25-jährigen zu uns in die Stadt der Farben gekommen sind.“


Qualitätsnetzwerk für Farbe

Das „Forum Farbe 2013“ war gespickt mit vielen Highlights. Margit Vollmert, die Leiterin des FarbDesignStudios von Caparol, verdeutlichte nicht nur, dass Farbe ein Faktor für Wahrnehmung und Wohlbefinden sein kann. Sie zeigte am Beispiel der „Lebensräume“ zudem die dienende Funktion von Farbe auf. Es handelt sich dabei um ganzheitliche Gestaltungskonzepte mit Farben und Bodenbelägen speziell für Wohnräume älterer Menschen. Erfahrungswissen aus der Altenpflegepraxis und wissenschaftliche Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Farb- und Materialkonzepte. Ziel ist es, Atmosphären zu schaffen, die Wahrnehmbarkeit und Erkennbarkeit gewährleisten und gleichzeitig zu einem wohltuenden, behaglichem Zuhause beitragen. Die „Lebensräume“ beinhalten fünf ausgewogene Farbwelten, die von Stimmungen aus der Natur inspiriert sind – sie vermitteln Wohnlichkeit, Anregung und Orientierung. Vollmert: „So können Alltagskompetenzen länger erhalten, Eigenständigkeit und Wohlbefinden gefördert und der Pflegealltag erleichtert werden.“ Zuverlässigkeit in der Realisierung durch den gewerkeübergreifenden Ansatz, Unabhängigkeit von trendbezogenen Farbigkeiten und ein Konzept, das Gestaltungssicherheit auf wissenschaftlicher Basis mit Expertenerfahrung paart, überzeugten auch durch eine Auszeichnung beim Health Media Award.
Professor Frank R. Werner beleuchtete die Farbe im Zeitenwandel und zeigte auf, warum Licht und Farbe eine Gestaltungssymbiose bilden. Auch für ihn sind Farbe und Licht „sehr viel mehr als kurzlebige Trends. Sie sind Grundvoraussetzungen eindrücklicher, guter, sprich menschengerechter Architektur“. Gottfried Sempers These, derzufolge farbiges Architekturgestalten stets „Kulturarbeit“ bedeute, habe bis heute nichts an Aktualität eingebüßt. „Die perfekte Farbgestaltung von Architektur, der verbindliche Kanon zur farblichen Fassung von Gebautem sowie das spezifische ins ‚Rechte-Licht-Setzen‘ von alledem sind und bleiben eine Fata Morgana. Richtige Farben gibt es nicht, allenfalls kurzlebige Trends. Richtige Farben gibt es nicht, nur angemessene. Sie allein machen den Mehrwert farbiger Architektur aus. 


Plädoyer gegen Eintönigkeit

Farbgestalter Friedrich Ernst v. Garnier veranschaulichte in seinem Vortrag, welche Bedeutung Farbe im Stadtbild heute besitzt. So zeigte er an zahlreichen Beispielen auf, wie es gelingt durch Kontrast, Gliederung und Akzent im Grunde unansehnliche Bauten wieder annehmbarer zu machen. Ein Hochregal werde immer ein Hochregal bleiben. Aber man könne seine grauenhafte, alle landschaftlichen Proportionen sprengende Möbelhaftigkeit zurücknehmen, indem man ihm das Selbstbewusstsein eines Bauwerks verleiht. So hat von Garnier es beispielsweise in Stralsund hinbekommen, den in jeder Hinsicht unmaßstäblichen Riesenkasten einer Werft direkt an der Altstadt in ein schwebendes Meerwunder zu verwandeln. In dem spannenden Vortrag, der Farbphilosophie, Gesetzmäßigkeiten der Gestaltung und als Plädoyer gegen Eintönigkeit zahlreiche weitere Beispiele aufgriff, kam die dienende Funktion der Farbe etwa bei der Gestaltung von Lärmschutzwänden an Autobahnen auch dadurch zum Ausdruck, dass die Zahl der Unfälle an diesen Stellen abnahm.


„Lust auf Farbe machen“

Zuvor hatte NFB-Institutsleiter Dr. Wolfgang Setzler die unterschiedlichsten Facetten des Farbtons Blau aufgezeigt und  darüber aufgeklärt, dass Blaumachen und blauer Montag ebenso einen farbigen Hintergrund haben wie das Fernweh, das durch das Blau des Lapislazuli in uns ausgelöst wird. Setzler verwies darauf, dass die Farbenlehre wieder viel stärker in die Berufsschulen hineingetragen werden müsse, um Bewerber für sich zu interessieren. „Wir müssen Lust machen auf Farbe. Dadurch wird nicht nur die Attraktivität für diesen schönen Handwerksberuf erhöht, sondern auch früher wieder renoviert.“

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