2. Forum Farbe 2009

29.10.2009, Zeche Zollverein in Essen

2. Forum Farbe 2009
 

Auf in den Pott

Forum Farbe 2009 zu Gast in der Europäischen Kulturhauptstadt 2010 Essen

Passend zum Thema hatte Wettergott Petrus zu Beginn des  Forums alles in zartes, von Licht durchflutetes Nebelgrau gehüllt. In 38 Metern Höhe auf der Terrasse des Kasinos konnte man nur schemenhaft die Umrisse der alten Zeche Zollverein erkennen. Die wohl älteste Zeche Deutschlands war Veranstaltungsort des Forum Farbe 2009. Ein denkbar günstiger Ort, hatten hier doch vor mehr als 150 Jahren mutige Kumpel nach dem schwarzen Gold gesucht. „Die Verbindung zur Farbe und Gestaltung war schnellstens hergestellt, denn dank BASF wurden bereits sehr früh im letzten Jahrhundert Farben in hoher Sättigung und Leuchtkraft aus Kohle hergestellt“, so Tom Nietiedt in seiner Begrüßungsrede vor dem bis auf den letzten Platz gefüllten Vortragssaal. „Wir von NFB (Neues Forum Baumanagement) wollen Zeichen setzen in Sachen Netzwerkmarketing, Führungskräftecoaching und Mitarbeiterentwicklung. Nur so lassen sich die ständigen wachsenden Anforderungen bewältigen.“

Das Programm war gespickt mit Leckerbissen in Sachen Farbe und Trends. Professor Michael Cesarz, Vorsitzender der Metro Group Asset Management, zeigte anschaulich die Auswirkungen der Globalisierung auf und stellte dar, wie die Metro – einer der größten Vermieter in unserem Land – auf den Trend Nachhaltigkeit und Energieeffizienz bei ihren Gewerbebauten reagiert. Greenbuilding ist bei Metro bereits seit einiger Zeit mehr als nur eine Worthülse. Dies beweisen nicht nur die grünen Dächer des gerade fertig gestellten Einkaufszentrums in der Türkei.

Professor Martin Schlegel von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim stellte anschaulich dar, wie Farbtrends entstehen und was in uns in Zukunft erwarten wird. Ganz deutlich zeigte er, dass wir nicht in die Zukunft forschen können. Denn Zukunft ist ein leerer Raum, der jeden Tag aufs Neue mit Gegenwart gefüllt wird. Er sieht sich mehr als Trendscout, der der Farbe täglich auf der Spur bleibt.

Rund um den Pott ging es beim Mittagessen, denn die vorzügliche Bewirtung in diesem nicht alltäglichen Eventpark verwöhnte die Gaumen der Zuhörer mit regionalen Köstlichkeiten.

Herzhaft und herzlich – diese Ruhrpott- Atmosphäre, die so gar nichts mehr mit dem schwarzen Kumpel unter Tage zu tun hat. „Heute verdienen wir unsere Kohle in luftiger Höhe“, war vom Eventmanager Savitzky zu vernehmen. „Kaum zu glauben, was die hier geschaffen haben“, so Erich Lohrengel, aktives Mitglied von NFB.

Nach dem Essen nahm der Trendforscher und Structrogram®-Experte Dr. Wolfgang Setzler die Teilnehmer mit auf eine Farbreise in die eigene Seele und zeigte auf, wie Farbwünsche und Biostrukturen der Kunden zusammenhängen. Eine sonst um diese Tageszeit oft zu spürende Mittagsmüdigkeit wurde in die noch offenen Farbtöpfe verbannt.

Dr. Schulze-Darup, Architekt aus Nürnberg, erläuterte, was heute technisch möglich und ökonomisch sinnvoll sein kann. Sein Credo, Energieeffizienz muss nicht teuer sein, stellte er anhand vieler Praxisbeispiele unter Beweis.

Den krönenden Abschluss des Tages bildete dann Hans-Dieter Hegner vom Bundesbauministerium, der die künftige Entwicklung der EnEV 2012 aufzeigte, ohne dabei die Gegenwart aus den Augen zu verlieren. Augenmaß ist ohnehin eine Stärke des Regierungsbeamten und Bauingenieurs aus Berlin, der in Fachkreisen nicht selten aber stets liebevoll „Vater der EnEV“ genannt wird.

Rainer Stromberg, Vorstand und aktives NFB-Mitglied brachte es als „Ruhrpöttler“, wie sich der gebürtige Duisburger selbst bezeichnet, auf den Punkt: „Schwarzes Gold war gestern wichtig, aber auch heute dreht sich noch alles um die Kohle.“

Der strenge Seminarbewertungsbogen von NFB brachte es auf einen Nenner: Es war wieder einmal eine farbliche Spitzenleistung von NFB.

Nächste Veranstaltung

Kontakt

07841/ 68 168 68
info@n-f-b.de