NFB Cheftage 2013

25. – 26.02.2013, Lichtenstein

Ist der Euro sicher?

Wo könnte man die Zukunft des Euros besser diskutieren, als an einem neutralen Ort. Vielen von uns fällt bei „neutral“ die Schweiz ein, aber Liechtenstein als die wahre Geburtsstätte bankenneutraler Sichtweise kommt wenigen in den Sinn. Liechtenstein war deshalb für uns zweifach attraktiv, zum einen konnte man von außen sehr intensiv die Zukunft des Euros beleuchten, zum anderen ist in Liechtenstein unser Fördermitglied, die Hilti AG als Platzhirsch am Wirken. 

Standsicher, nachhaltig und innovativ, das waren die Begleitbegriffe der NFB Cheftage 2013 und Tom Nietiedt, Vorstandsvorsitzender NFB, zog ein kurzes Resümee der 25 Jahre, die NFB bereits aktiv ist. Das Jubilä-um dieser 25 Jahre wird gemeinsam mit dem PremiumFördermitglied Caparol im Herbst 2013 in Ober-Ramstadt gefeiert. Dies wurde zusammen mit Guido Cruysen, dem neuen Geschäftsführer (Vertrieb) von Caparol, beschlossen, der sich bei den Cheftagen erstmals  den NFB-Mitgliedern als Nachfolger von Elmar Schmidt vorstellte. Nach der Einführung durch Hilti Vorstandsmitglied Marco Meyrat, der einen kurzen verbalen Streifzug durch das Unternehmen veranstaltete, zeigte Professor Dr. Kurt Faltlhauser, dass er nach wie vor in finanztechnischen Dingen einen ernormen Weitblick hat und sich noch bestens in der Szene auskennt. Er ist vielen von uns als ehemaliger bayerischer Finanzminister und als einer der Kernkritiker des Euros bekannt. Er hat in seinem Vortrag einen sehr guten Spannungsbogen zwischen „Möchtegernwährung“ und Stabilitätsfaktor gezogen. In seinem Schlussplädoyer sagte er: „Es geht nicht darum welchen Umrechnungskurs der Euro in Zukunft hat, sondern welche Wertschätzung wir dieser Friedenswährung entgegenbringen.“

„Hat der Euro eine Zukunft?“ Fragte sich Dr. Thomas Gitzel, der als Di-plom Volkswirt und Vizedirektor der VP Bank Liechtenstein einen sehr interessanten Abriss zur Weiterentwicklung des Euros gab. Auch er stellte die enorme Friedenswirkung dieser Währung in den Fokus und ließ auch keinen Zweifel daran, dass David Cameron nur Wahlkampf betrieb mit seiner Idee des EU-Ausstiegs und keinesfalls auf den Wirtschaftsbinnenraum Europa verzichten kann. So gesehen gehen wir aus beiden Finanzthemen gestärkt hervor, denn es ist eine Zeit zum Investieren für die Unternehmer. Noch nie waren die Zinsen auf langfristiger Basis so niedrig und kostengünstig, es ist das Jahrzehnt der Unternehmensinvestition. Man könnte auch sagen: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Alles rund um den Dübel und um die Befestigungselemente generell erfuhren wir bei einem informativen Betriebsrundgang, der in einer Art Stationsaufbau vielen die Möglichkeit gab, selbst Hand anzulegen. Hilti ist in Sachen Dübel, Befestigungselemente und Maschinentechnik Hauptakteur, Leistungsgeber und Innovationstreiber der Branche. Dies zeigte auch Peter Metzler, der als einer von 70 „Sherpas“ weltweit agiert, um die Unternehmenskultur nicht nur nach außen, sondern vor allen Dingen nach innen zu den Mitarbeitern zu tragen. Peter Metzler machte deutlich, dass ein Sherpa kein Träger ist, sondern eine sich in Indien herauskristallisierende Kaste von Führern, ja Lenkern, denn ohne die Sherpas geht im Hochleistungsbereich der Achttausender überhaupt nichts. Und deshalb sind auch die 70 Sherpas eines der Erfolgsgerüste der Hilti AG.

Hoch hinaus ging es auch am Abend, als der NFB ein wenig dem Verteuerungsmanagement der Liechtensteiner Schweiz entfleuchte und auf einer hochgelegenen Alm im nahen Vorarlberg Rast machte. Es war ein stimmungsvoller Abend, an dem in kleineren Gruppen das diskutiert wurde, was unter Tags so intensiv an uns herangetragen wurde.

nell berichtet, anhand eines Dreisatzes: die Kasse stimmt, die Richtung auch und der Vorstand macht geschlossen weiter. Denn er wurde einstimmig entlastet und wiederge-wählt. Wobei der Vorstandsvorsitzende Tom Nietiedt nach der Wahl kundgab, dass dies wohl seine letzte Amtsperiode als Vorstandsvorsitzender des NFB‘s ist und dass ab 2015 „auch mal andere den Karren ziehen müssen“. Insgesamt war der Ausflug nach Liechtenstein und in die Schweiz ein sehr willkommenes Wechselspiel, denn es tut gut, sich  ab und zu einmal aus dem Wald herauszubewegen und die Bäume im Einzelnen von außen zu betrachten. Sie wachsen uns nicht in den Himmel, aber die nächsten Jahre werden getrieben sein von einem Sicherheitsstreben in Richtung Immobilie. Und durch diese gesteigerte Wertschätzung werden auch unsere Aufträge nicht ausbleiben. Maler und Lackierer sowie Stuckateure sind somit krisenfeste Handwerksberufe und die Grafik  zeigt deutlich, dass es zwar mit den Fachkräften rückwärts, mit der Bestandsrenovierung jedoch nach oben geht. So ist und bleibt Nachwuchsmangel einer der Haupt-Bottlenecks im Handwerk. Deshalb gab Dr. Christian Schnülle in seinem Vortrag „Der Malerbetrieb als Arbeitgebermarke“ den Teilnehmern der NFB Cheftage eine sehr gute Wegeskizze, denn „die Schlacht um die besten Köpfe“, wie Dr. Schnülle es sagte, „hat schon lange begonnen“. Peter Metzler gab in seinem „Ritt“ durch die Unternehmenskultur so viel positive Anreize, dass wir ihn spontan für die NFB Cheftage 2014, die am 30.und 31. Januar 2014 wieder in Berlin stattfinden werden, verpflichtet haben. „Kontinuität als Wachstumschance“ wird das Motto der NFB Cheftage 2014 sein.

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