NFB Cheftage 2012

12. – 13.02.2012, Berlin

Können wir den EURO streichen?

Betrachtet man die Berichterstattung zur aktuellen Situation des Euro, so könnte man im Maler- und Lackiererhandwerk den Eindruck gewinnen, der Lack ist ab. Dass dies auf keinen Fall zutrifft, stellten die Teilnehmer der NFB-Cheftage 2012 in Berlin fest. Allenfalls könnte man ihm eine neue Lackierung verpassen – am besten mit Schellack. Dieser würde den Euro im wahrsten Sinne des Wortes wetterfest machen. Schellack hilft auch bei Angriffen von angesäuerten Journalisten, die um jeden Preis täglich nach negativen Botschaften suchen. Werden keine gefunden, dann werden eben einige erfunden. Wie bei der Bindemitteldiskussion von mineralisch oder organisch werden Eindrücke aus Halbwahrheiten so lange im „Pressedisolver“ vermischt, bis daraus eine klebrige Masse von Negativinformationen wird. Kein Wunder, dass diese beim Verschleudern in so manch uninformierten Unternehmerkopf hängen bleiben. Nicht so beim NFB.

Martin Lindner, seines Zeichens, stellvertretender FDP-Bundestags-fraktionsvorsitzender, brachte es in seinem interessanten Vortrag auf den Punkt:

  1. Der Euro ist eine nachweisbar stabile Währung. 25 % der Geldgeschäfte auf der ganzen Welt werden derzeit in Euro gehandelt.
  2. Der Euro hat nahezu allen europäischen Mitgliedsstaaten in den letzten Jahren Wohlstand und wirtschaftlichen Aufschwung beschert.
  3. Dass viele europäische Staaten in den letzten 10 Jahren über ihre Verhältnisse gelebt haben, kann nicht dem Euro angelastet werden.

Martin Lindner hatte eine Vielzahl überzeugender Botschaften zu bieten, die von den Teilnehmern mit Applaus und Szenenbeifall begleitet wurden. Vor allem auch die Botschaft, dass wir in punkto Energieversorgung große und leistungsfähige deutsche Player brauchen, denn derzeit  mieten  wir die Energie in großem Umfang zu.

Nur in einem war der erfahrene Politiker auf die Hilfe der NFB-Mitglieder angewiesen. Wie kommt die FDP wieder aus dem derzeitigen Stimmungstief? Gemeinsam suchten die Netzwerker des NFB nach Lösungen. Einige der gegebenen Tipps sollen hier stellvertretend genannt werden:

  1. Die FDP muss  - um in der Malersprache zu bleiben – endlich Farbe bekennen.
  2. Die FDP muss ihre historische Bedeutung für die Bundesrepublik den Wählern klar machen. Denn einen Großteil unseres heutigen Wohlstandes haben wir dem Grunde nach der FDP zu verdanken.
  3. Die FDP muss sich in Zukunft wieder mehr um die Wähler kümmern als um interne Personaldebatten.

Tom Nietiedt überreichte dem Gastredner der NFB-Cheftage 2012 eine gute Flasche Rotwein aus südbadischem Anbau verbunden mit einer klaren Empfehlung: Die FDP möge bei den Bundestagswahlen 2013 soviel Prozent an Stimmen erhalten, wie Alkoholprozente im Inneren der Flasche sind.


Total vernetzt

Ein weiterer Schwerpunkt der NFB Cheftage lag bei den neuen Medien. Werner Deck als neuer medienaffiner Malermeister in der Branche bekannt - zeigte in seinem überzeugenden Vortrag auf, wie Facebook & Co. unsere künftige Entwicklung bestimmen werden. Ob dabei in Zukunft der Daumen nach oben oder unten zeigt, liegt an uns Unternehmern.

Dietmar Ahle brachte es in seiner Betriebsreportage ebenfalls auf den Punkt: Öffentlichkeitswirksame PR-Arbeit wird in Zukunft auch von den neuen Medien bestimmt Das NFB-Mitglied aus Paderborn zeigte in überzeugenden Bildern, wie man mit Referenzobjekten über die eigenen Standortgrenzen hinaus Werbung machen kann.

Gemeinsam mit Oliver Kray gestaltet er Fassaden und Zweckbauten, die noch lange nach getaner Arbeit als Botschafter für handwerkliches Können wie auch für künstlerisches Wirken ihren Dienst tun.


Lust auf Farbe

Das macht auch die neue Nachwuchsbroschüre des NFB, die in Berlin den NFB-Mitgliedern vorgestellt wurde. Gemeinsam mit Design.Inc wurde eine junge Menschen ansprechende Broschüre geschaffen, mit der NFB dem Hauptproblem Nachwuchs „auf die Pelle rückt“.


Nachhaltig produzieren

Dirk Berhorst und Andreas Kunze von Vorwerk zeigten als neues Fördermitglied – Bild 4 - den anwesenden Teilnehmern, wie heutzutage äußerst umweltschonend und nachhaltig Teppiche und Bodenbeläge produziert werden. Dabei spielt die Kaltfärbung wie auch das Recycling von wieder verwertbaren Produktionsabfällen eine wichtige Rolle.


Wachstum ist Verpflichtung

Der Vorstandsvorsitzende Tom Nietiedt konnte in Berlin drei neue Mitglieder begrüßen: Willy Knoll, Landsberg (malerknoll GmbH & Co. KG), Thomas Weißling, Bad Münder (Müller & Weißling GmbH), und als neues Fördermitglied, das Unternehmen Vorwerk & Co. Teppichwerke GmbH & Co. KG für den Bereich Bodenbeläge. Somit ist NFB seinem Ziel, die 50 besten Betriebe in sich zu vereinigen, ein großes Stück näher gekommen. Es gilt, sich zu beeilen, denn es sind nur noch wenige Plätze frei. Wie sagte doch Gorbatschow so treffen: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."

Der Präsident des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz, Karl August Siepelmeyer, zeigte in seinem Schlussvortrag – Bild 5 - was wirklich wichtig ist:

  • Wir sind die Qualität.
    Wir sind die Farbe.
    Wir sind die Zukunft.

Ein farbiger Schlusspunkt der NFB-Cheftage, der noch lange bei den Mitgliedern für Zuversicht und Stärke im Netzwerk  sorgen wird.

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